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Froschkönig

RedAction

«Ich kann, weil ich will.»

«Ich kann, weil ich will.»

Man mag es kaum mehr hören: Schon wieder neue Einschränkungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus unter Kontrolle zu bringen. Darauf reagieren wir emotional unterschiedlich: Mit Aggression, mit Angst oder mit Resignation. Die Zukunft erscheint uns möglicherweise weniger vielversprechend als auch schon. Wir können zwar planen, doch die Ungewissheit dessen, was voraussichtlich sein wird, war selten so gross wie heute.

Die Sprache hat es in sich

«Dieses ganze Corona-Zeugs – das macht mich langsam aber sicher aggressiv», hört man derzeit oft. Hören wir genau hin: «Das macht mich…». Mit dieser Formulierung sind wir den Umständen und den eigenen Gefühlen ganz und gar ausgeliefert. Da können wir ja nichts tun. Es ist halt so. Wir sind die Opfer. Falsch. Diesem Gefühl von Ausgeliefertsein können wir durchaus entgegenwirken und zwar mit der Wortwahl, denn die Sprache hat es in sich!

«Ich werde langsam aber sicher aggressiv, wegen dem ganzen Corona-Zeugs», könnte es heissen. Mit dieser Formulierung holen wir uns unsere Handlungsfähigkeit zurück. Die Umstände mit dem Corona-Virus sind zwar nach wie vor da, doch wir allein bestimmen, wie wir darauf reagieren. «Ich bin aggressiv, weil ich mich so entschieden habe.» Wir könnten uns ja auch für ein anders Gefühl entscheiden, z.B.: «Ich bin traurig wegen der Auswirkungen dieser Pandemie.»

Verantwortung für Gefühle übernehmen

«Das Corona-Virus macht mir Angst!» Ja, das klingt logisch und ist absolut verständlich. Doch hören wir auch hier genau hin. «Das Virus macht mir Angst.» Erneut sind wir völlig ausgeliefert, wir fühlen uns verloren. Etwas macht mit uns, so dass wir Angst kriegen. Übernehmen wir die Verantwortung für unsere Gefühle! «Ich habe Angst vor dem Virus.» Damit sind wir die Verursacher unserer Gefühle, wir verabschieden uns von der Opferrolle und übernehmen Verantwortung als erwachsene Person.

Durchhalten – ich kann, weil ich will

Die Pandemie dauert an. Wir alle stecken mitten drin und es gilt weiterhin, die Schutzmassnahmen einzuhalten. «Man muss Abstand halten, Hygienemasken tragen, öfters die Hände waschen, regelmässig lüften…». Ja, Sie haben es erkannt. Die Massnahmen sind uns auferlegt worden – aber wir können auch dafür Verantwortung übernehmen. «Ich kann weiterhin die sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken, weil ich meinen Teil dazu beitragen will, die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen.» Damit befähigen wir uns selbst, durchzuatmen und durchzuhalten. Weil wir es können und weil wir es wollen.

Gabriela Imhof, Humorberaterin HCDA

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