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Froschkönig

RedAction

Frohgemut NEIN sagen

Frohgemut NEIN sagen

Nein-Sagen fällt vielen Menschen schwer. Eine Bitte abzulehnen gilt schon fast als frech. Deshalb fallen unsere „Nein“ oft so nett aus, dass sie an Glaubwürdigkeit verlieren.

Der Gesprächspartner wird Sie mit diesem höflichen „Nein“ mit Leichtigkeit von einem „Ja“ überzeugen. Einmal mehr ärgern Sie sich dann, dass Sie erneut gutmütig JA gesagt haben, obwohl das NEIN für Sie doch sonnenklar war. Und dann trösten Sie sich mit dem Gedanken, dass Sie eben hilfsbereit und wohlerzogen sind. Soweit so gut. Nur – es bleibt ein schaler Nachgeschmack.

Zeit also, sich damit auseinanderzusetzen, was ein überzeugendes NEIN verhindert, um anschliessend hin zu einem vergnügten, frohmütigen und mutigen NEIN zu finden.

Mögliche Antriebe wider ein frohgemutes NEIN

  • Das Bedürfnis gebraucht zu werden: Das Bedürfnis nach Bestätigung, das Bedürfnis zu zeigen, dass man sich auf Sie verlassen kann, das Bedürfnis zu helfen. Für andere da sein zu können, gebraucht zu werden, helfen zu können – all das tut vielen Menschen sehr gut. Und es ist ja auch tatsächlich schön, anderen etwas Gutes tun zu können.
  • Die Angst, abgelehnt zu werden:  Eine Angst, die wir sowohl im privaten Leben als auch im Job haben. Die meisten von uns machten schon als Kind die Erfahrung, dass manche Menschen uns nur dann mögen, wenn wir ihnen nützlich sind. Als Erwachsene können wir diesen Zusammenhang erkennen und auf dieses Spiel verzichten. Es werden uns sowieso nie alle mögen – auch, wenn wir alles dafür tun.
  • Angst vor Konsequenzen: Eine Angst, die durchaus berechtigt ist. Einige reagieren verärgert, wenn Sie eine Bitte ablehnen. Es kann zu Konflikten kommen. Machen Sie sich klar, dass Sie schon viele Konflikte in Ihrem Leben bewältigt haben und dass Konflikte zum Miteinander dazu gehören. Immer alles zu tun aus Angst vor den Reaktionen anderer, raubt Ihnen Ihre Freiheit.
  • Man will alles andere sein als egoistisch, herzlos, egozentrisch, faul oder gar gleichgültig: Diese Ursache liegt in unseren Werten begründet. Der Egoismus-Vorwurf ist sehr wirkungsvoll, wenn man andere zu etwas bringen will. Weisen Sie diesen Manipulationsversuch humorvoll zurück. Sie wissen selbst am besten, wie viel Sie für andere tun und ob Sie tatsächlich selbstsüchtig sind.
  • Angst, etwas zu versäumen: Viele treibt das Bedürfnis an, überall dabei zu sein. Man übernimmt Aufgaben und Gefälligkeiten, weil man dadurch glaubt „im Geschehen“ zu sein – und dass einem etwas entgeht, wenn es jemand anderes tut. Hier hilft nur eines: Lernen, Prioritäten zu setzen. Finden Sie heraus, was Ihnen wirklich Spaß macht, was Ihnen etwas gibt.

Hin zum frohgemuten NEIN

Sie haben die Wahl. Ein heiteres NEIN zu anderen ist ein strahlendes JA zu sich selbst.

Tun Sie das, was Sie für wichtig erachten. Ein frohgemutes NEIN zu etwas, das für Sie nebensächlich ist, ist ein glückliches JA zu dem, was Sie wirklich wollen.

Nehmen Sie sich Bedenkzeit, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Ein vergnügtes „Moment mal!“ ist ein genüssliches JA zur eigenen Kraft, Zeit, Energie und Lust.

Ihre Zeit ist genauso wichtig, wie die anderer Leute. Ein lächelndes NEIN zu anderen ist ein lachendes JA zu den eigenen Bedürfnissen.

Widerstehen Sie dem Lob oder: Wenn andere Ihnen Honig um’s Maul schmieren. Ein zuckersüsses NEIN ist ein JA mit Sahnehäubchen zur eigenen Freiheit.

Und zu guter Letzt sei hier ein offenes Geheimnis verraten. Für ein NEIN haben Sie sich weder zu entschuldigen noch zu rechtfertigen, denn – und jetzt kommt’s – NEIN ist ein ganzer Satz!

Gabriela Imhof, zert. Humorberaterin HDCA

 

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